Verstopfter Abfluss in Dusche & Badewanne – warum der Siphon der Schlüssel ist

Wenn das Wasser in der Duschrinne zentimeterhoch steht oder die Badewanne nur noch langsam abläuft, liegt die Ursache fast immer im unsichtbaren Bereich: dem unter der Wanne versteckten Siphon. Anders als am Waschbecken ist dieses U-Rohr hier schwer zugänglich – doch mit der richtigen Strategie lässt sich der Pfropf auch ohne Chemie oder Komplett­demontage beseitigen. In der ersten Hälfte dieses Leitfadens klären wir, welchen Siphon-Typ du vor dir hast, welche Fehler du unbedingt vermeiden musst und wie du mit einer schlanken Mini-Spirale erste Blockaden löst.

1 | Warum der Dusch-Siphon so anfällig ist

Jede Dusche produziert täglich Haarreste, Seifenfett und Hautschuppen. Die U-Form des Siphons sammelt diese Teilchen zuerst – dort, wo die Wasserbarriere den Geruch stoppt. Bei modernen, flachen Duschtassen sitzt der Bogen direkt unter der Ablauf­kappe; bei älteren, höher aufgeständerten Wannen liegt er ein Stück tiefer und oft hinter einer Revisions­fliese. In beiden Fällen genügt ein kleiner Pfropf, um den Wasserspiegel ansteigen zu lassen – die perfekte Brutstätte für üblen Geruch und Schimmelbelag.

2 | Alt oder modern? – Siphon-Modelle erkennen

Ältere Duschen & Wannen: Erhöht montierte Tasse, klassisches 6-Loch-Sieb mit Schlitzschraube in der Mitte. Achtung: Diese Schraube hält den gesamten Ablauf am Wannenboden fest – niemals lösen, sonst leckst du die Dichtung ab.

 

Moderne, bodentiefe Installationen: Runde Chromkappe ohne sichtbare Schraube. Darunter steckt ein flacher Geruchs­verschluss aus Kunststoff, den du per Hand herausziehen kannst. Seitlich führt ein kurzes Rohr in die Hausleitung – hier setzt die Spirale an.

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3 | Dünne Spirale durchs Sieb führen

Lässt sich die Ablaufschraube nicht entfernen oder sitzt eine Chromkappe lose auf, hilft eine dünne, flexible Siphonspirale von 6 mm Ø und nur 40 cm Länge. Ihre weiche Feder rutscht durch die kleinen Sieblöcher und bohrt sich in das Haar­knäuel. Ein kurzes Drehen, und die Matte kommt im Ganzen wieder hoch – ohne dass du den Siphon demontieren musst.

4 | Revisions­öffnung finden, ohne die Wand zu ruinieren

Reicht die kurze Spirale nicht aus, steckt die Blockade tiefer. Bei älteren Wannen findest du seitlich eine hohl klingende Fliese – das ist die Revisions­öffnung. Metalldrähte oder kleine Haken halten sie in der Regel fest; lässt sie sich vorsichtig herausnehmen, blickst du direkt auf den Siphon. Hier kannst du den Bogen abschrauben und die Hauptleitung mit einer längeren Spirale (5–10 m, Ø 6-9 mm) angehen. Unbedingt Gummidichtungen prüfen und bei Wiedermontage erneuern, um eindringende Feuchtigkeit im Mauerwerk zu vermeiden.

5 | Flachsiphon moderner Duschen – Deckel ab, Einsatz frei

Bodengleiche Duschen und viele aktuelle Badewannen verstecken den Geruchs­verschluss unter einer losen Chromkappe. Hebe die Kappe einfach mit Fingernagel oder Kunststoffhebel ab – kein Werkzeug nötig. Darunter sitzt ein steckbarer Kunststoff-Einsatz, der sich mit zwei Fingern nach oben ziehen lässt. Spüle ihn unter heißem Wasser, eine alte Zahnbürste entfernt Seifenfilm und Bio­belag. Nun liegt der Ablauftrichter frei; du spürst mit dem Finger, wo seitlich das Rohr in die Wand führt. Dort setzt du eine 1,5-m-Spirale Ø 6 mm mit kleiner Bohrspitze oder Bürstenkopf an. Zwei, drei vorsichtige Drehbewegungen genügen meist, um Haare und Duschgelklumpen zu lösen. Danach Einsatz einsetzen, Kappe aufdrücken, fertig.

6 | Tiefer sitzende Blockaden – Spirale durchs Waschbecken führen

Staut sich nicht nur die Dusche, sondern auch das Waschbecken, liegt der Pfropf hinter dem gemeinsamen Abzweig. Demontiere den gut zugänglichen Waschbecken­siphon und schiebe von dort eine 7-m-Spirale Ø 6 mm bis zum Widerstand. Bohre den Pfropf auf, ziehe ihn heraus oder drücke ihn in Richtung Fallrohr. Vorteil: Du arbeitest aufrecht am Becken, statt unter der Wanne zu kriechen, und vermeidest Schäden an Silikon­fugen oder Fliesen.

7 | Häufige Fehler vermeiden

Schlitzschraube lösen – Bei alten 6-Loch-Sieben hält diese Schraube den gesamten Ablauf. Wird sie gelöst, reißt die Dichtung ab und Wasser sickert ins Mauerwerk.

 

Spirale mit Gewalt durch den Flachsiphon – Harte 9-mm-Kabel verbiegen den dünnen Kunststoff. Setze hier nur 6-mm-Spiralen ein.

8 | Wann der Profi ran muss

Bleibt das Wasser trotz Spirale und Druckstoß stehen oder kommt es in mehreren Räumen gleichzeitig zum Rückstau, steckt der Pfropf tiefer im Fallstrang. Profis arbeiten dann mit Kamera und Hochdruck­fräse. Ein Anruf spart Zeit, schützt Leitungen und verhindert Wasserschäden an Wänden und Decken.

FAQ – drei kurze Antworten

Kann ich bei Flachsiphons einen Pümpel einsetzen?
Ja, aber nur sanft: Zu hoher Unterdruck kann den steckbaren Einsatz herausreißen. Besser ist eine kurze Spirale.

 

Wie oft sollte ich den Kunststoff-Einsatz reinigen?
Bei Familien­duschen etwa einmal pro Monat; Singles kommen meist mit jedem zweiten Monat aus.

 

Hilft kochendes Wasser allein gegen Haarpfropfen?
Heißes Wasser löst Seifen­reste, verfilzte Haare bleiben jedoch als Matte bestehen. Erst mechanisch lösen, dann heiß nachspülen.

Ein gurgelnder Abfluss ruft häufig nach der schnellsten Lösung: Flasche Rohrreiniger auf, hinein damit, kurz warten – und schon soll das Wasser wieder fließen. Doch der scheinbar einfache Griff zur Chemie birgt erhebliche Gefahren für Gesundheit, Umwelt und nicht zuletzt für die Rohrleitung selbst. Im ersten Teil dieses Beitrags schauen wir uns an, wie chemische Abflussreiniger überhaupt funktionieren, warum sie so aggressiv reagieren und in welchen Situationen ihr Einsatz mehr schadet als hilft.

Ein muffiger Geruch, der aus dem Waschbecken oder der Duschrinne aufsteigt, ist mehr als nur lästig – er signalisiert, dass die eingebaute Geruchs­barriere irgendwo versagt. In einem funktionierenden Entwässerungs­system bleibt der „Duft“ des Abwassers nämlich zuverlässig hinter dem sogenannten Geruchsstopp. Wie dieser Schutzmechanismus arbeitet, warum er manchmal ausfällt und welche ersten Schritte du ohne Chemiekeule unternehmen kannst, erfährst du in diesem ersten Teil.

Wer vor einer hartnäckigen Verstopfung steht, greift gern zur langen Spirale – „dann hab ich Reserve“. Doch genau diese Reserve kann das Arbeiten kompliziert, unhandlich und sogar gefährlich machen. In der ersten Hälfte dieses Leitfadens erfährst du, warum weniger Länge fast immer mehr Kontrolle bedeutet, wie du die tatsächliche Pfropftiefe ermittelst und welche Rolle der Spiral­durchmesser dabei spielt.

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